Ein neuer Anfang.

Prinz Pi – Keine Liebe

Ich reduzier mich auf das Minimum, selbst die Ärzte schauten dumm,
der Patient weiß Bescheid und bleibt trotz Hypnose stumm.

So, mein erster Blogeintrag seit knapp einem Monat. Es hat sich viel getan seit dieser Zeit. Menschen sind in mein Leben getreten und es nachhaltig verändert, jetzt schon. Menschen sind aus meinem Leben getreten, nachdem sie meins verändert haben.

Ich bin aber immer noch im Zwiespalt. Ich hab Luxusprobleme. Ich weiß.

Ich frag mich zum Beispiel, ob der Winter schöner ist als der Sommer. Ob ich mich ewig im Kreis drehen werde, gefühlsmäßig. Oder ob ich so langsam mal ausbreche. Die Segel sind zumindest gesetzt.

Ich werd wieder kreativer, obwohl ich das nur in Depriphasen schaffe. Aber irgendwie gehts voran, obwohl ich mich die letzten Tage…naja ich fühl mich so, als könnte ich ständig heulen. Aber es gibt keinen Grund dazu, ganz im Gegenteil, ich bin so glücklich wie seit September nicht mehr. Ich hab aus dieser positiven Grundstimmung heraus auch mal wieder was geschrieben.

Für den 13. Februar, einen Samstag.

Halbstark.

Nun standen wir also dort. Im trüben Licht der Straßenlaterne in der verschneiten Straße direkt am Arsenal. Die Autotür meines Wagens stand weit auf, aus den Boxen dröhnte K.I.Z. Ich hatte die Befürchtung, dass sich die Nachbarn beschweren würden, immerhin war es mitten in der Nacht. Aber keine Menschenseele lugte hinter den streng zugezogenen Gardinen hervor. Nur ein älteres Ehepaar hatte es besonders eilig, vom Ort des Geschehens und somit weg von der bitterkalten Straße, hinein in ihr warmes Apartment zu kommen. Warum wir dort draußen in der Kälte standen? Die Zigaretten. Die üblichen 20 Verdächtigen in ihrer roten Pappzelle, die sich so schnell in Rauch auflösen wollten wie möglich. Im wahrsten Sinne des Wortes.

So standen wir da also. Neben den Zigaretten kreiste die Dose Schnupftabak, die Musik wurde lauter gedreht, es wurde aus ganzem Herzen mitgerappt.

Ich war angekommen. Da wo ich immer hinwollte und mich doch immer dagegen gesträubt hab. Halbstark. Von außen erfüllten wir das Klischee von der dummen Jugend, von verrohten Halbstarken. Nachts am Auto, Musik laut, Zigarettenqualm in der Luft, Mitgegröhle.

Wie schon gesagt, das Klischee par excellence.

Aber von innen? Das ganze ist bekanntlich mehr als nur die Summe seiner Teile.

Von innen waren wir eine Gemeinschaft. One love, one tribe, one passion. Mit dem Gedanken an den kommenden Sommer starrte ich hoch in den Himmel und dachte mir: ,,Ich möchte nichts anderes machen als das hier.“

Genau mit diesen drei Typen, genau in dieser Nacht, genau mit dieser Musik möchte ich hier stehen und meine Zigarette genießen.

Das Lied wechselte. Dumpf klang die Musik von der T-Stube zu uns hinüber.

Weitere Abendplanung war das Stichwort. T-Stube? In der Arsenalstraße bleiben? Nach Hause fahren?

So blieben wir also in der Kälte stehen und redeten.

PS.: Bald neue Nikes – Marteriastyle!

Hoffe es gefällt.

Sincerely.

Published in: on 21. Februar 2010 at 20:28  Kommentare (2)  

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2 KommentareHinterlasse einen Kommentar

  1. Endlich mal wieder was. Sehr schön. (:

  2. nice,wie recht du hast:)


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